Neuer Trend “Co-living”

Das englische Wort “co-living” heißt in etwa “mitwohnen” oder “zusammenleben”, aber oft bezeichnet es eine gehobene kommerzielle Form des gemeinsamen Wohnens. Es ist ein neuer Trend in der Immobilienbranche, eine Mischung aus Mietshaus und Hotel.

Coliving bietet weniger als ein Hotel, aber mehr als ein Mietshaus. Oft sind die Apartments möbliert. Vor allem bietet es Gemeinschaftsräume und -angebote. Es ist teurer als eine normale Mietwohnung, aber die Mietdauer geht meist nur ein paar Monate. Es eignet sich für Firmenmitarbeiter aus der Ferne (Expats) oder Menschen, die neu in der Stadt sind und nicht gleich etwas passendes finden.

Manchmal bezeichnet Coliving auch die Kombination aus gemeinsam wohnen und arbeiten. Man wohnt nicht nur im selben Gebäude, sondern arbeitet auch tagsüber in gemeinsamen Büros (Co-working).

Der Merkur-Artikel und das Arte.tv-Video beleuchten die aktuelle Situation:

Innovative Wohnkonzepte für Senioren

Klassische Altersheime gibt es in den Niederlanden kaum mehr, dafür aber immer mehr innovative Wohngemeinschaften wie das “Liv Inn” in Hilversum. Hier leben 150 Menschen in einem Gebäudekomplex zusammen, bunt gemischt: hauptsächlich Senioren mit oder ohne Pflegebedarf – aber auch einige Studierende. Ziel ist es, den Pflegebedarf der alten Menschen zu senken und neuen Wohnraum auch für junge Menschen zu schaffen.

Das folgende Kurzvideo von Arte-TV (2:45 min) gibt einen kurzen Einblick:

www.arte.tv/de/videos/124132-000-A/niederlande-innovative-wohnkonzepte-fuer-senioren

Link: www.habion.nl/onze-woningen/onze-woningen/provincie-utrecht/liv-inn-hilversum/ . Habion ist ein großer Anbieter für Seniorenwohnungen in Holland.

Mieten wird unbezahlbar — Wohnungskrise in Dublin und London

Eine bezahlbare Wohnung ist in Dublin schon seit Jahren nicht mehr zu finden. Die Durchschnittmiete in der irischen Hauptstadt beträgt derzeit 32 Euro pro Quadratmeter!!! Das zählt zu den höchsten Mieten in Europa. Für eine 50-qm-Wohnung muss man im Schnitt stolze 1600 €/Monat Kaltmiete zahlen. Selbst in München sind es “nur” 19 €/qm.

Das können sich viele nicht mehr leisten, sie verlassen die Stadt, müssen in Notunterkünften leben, oder werden sogar obdachlos. Ähnliches droht in London, wo die Mietpreise zur Zeit bei 26 €/qm liegen.

Ein Artikel bei NTV beleuchtet den Mietnotstand (09/2024):

www.n-tv.de/panorama/Dublins-Wohnungskrise-koennte-sich-in-London-wiederholen-article25226155.html

Senioren-WG — Gemeinsam kaum einsam

Spiegel-Artikel über eine private Seniorenwohngemeinschaft an der Nordsee bei Husum: das “Haus Schmidt“. 6 ältere Bewohner*innen plus Vermieterehepaar leben zusammen in einem großen Haus. Sechs Wohnungen mit Bad zwischen 30 und 46 Quadratmetern. Gemeinschaftsräume und Garten. Die Wohngruppe organisiert sich selbst. Sie essen oft gemeinsam in der großen WG-Küche.

Vermieter Hartwig Michaelsen wohnt mit seiner Frau, die Altenpflegerin ist, im Dachgeschoss. Er hat den ehemaligen Gasthof samt Fremdenzimmern gekauft und selbst umgebaut und renoviert. Die günstige Kaltmiete beträgt rund 8,50 €/qm.

www.spiegel.de/wirtschaft/besuch-in-einer-senioren-wg-gemeinsam-weniger-einsam-a-5d700780-a42e-4a68-9e23-db82ce344b2e (zahlbar, 3.8.2024)

Das Haus steht im Dorf Rehm-Flehde-Bargen. Webseite: www.hausschmidt.net.

Single, Mieter, sucht: Co-Living und Co-Owning als Alternativen im Immo-Markt

Der internationale Immo-Makler-Konzern Remax hat eine Europa-Studie zu Wohnimmobilien durchgeführt, mit einigen interessanten Ergebnissen:

  • Südeuropäer sind Familienmenschen, Nordeuropäer sind eher Einzelgänger.
  • 31 Prozent der Deutschen möchte in den nächsten jahren umziehen, doch nur 37% der Umzugswilligen wollen eine Immobilie erwerben.
  • Jeder zweite Deutsche kann sich Coliving (54%) oder Coowning (55%) vorstellen.
  • Im Europa-Durchschnitt wohnen nur 19% der Menschen allein. In Deutschland und Holland sind es dagegen 29%. Nur in Finnland leben noch mehr alleinstehend. In Spanien, Kroatien oder Polen gibt es hingegen nur 11% Single-Haushalte.
  • Auch Zwei-Generationen-Haushalte sind hierzulande weniger: Deutschland 14%, Österreich 15%, Frankreich 16%. In südlichen Ländern gibt es dagegen viel mehr Eltern-Kinder-Haushalte: Israel 41%, Malta 37%, Griechenland 36%. Die Kinder dort sparen natürlich viel mehr und können den Eigenkapitalanteil beim Immo-Kauf eher stemmen.
  • In Deutschland und der Schweiz ist die Eigentumsquote mit 41% die niedrigste in ganz Europa.
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ARD-Serie über “Anders leben”

Der Hessische Rundfunk hat eine kleine feine Doku-Staffel über andere Lebens- und Wohnmodelle gedreht. Weg von klassischer Kleinfamilie und Single-Haushalt, raus aus Einfamilienhaus oder Mietwohnung im Hochhaus. Hin zu Formen des Miteinanders, bei denen viel Wert auf Gemeinschaft, politisches Gestalten und sogar Teilen von Besitz gelegt wird.

https://www.ardmediathek.de/serie/anders-leben/staffel-1/Mzk0MTgwMGUtMDc0Ni00ZGQwLTg2ZTMtNTljZmYwNTMyMTRh/1 (2023)

5 Episoden á 45 Minuten:

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GIMA — Häuser gerecht verkaufen

Eine GIMA ist eine “Gemeinwohlorientierte Immobilien-Agentur”.

Wenn Eigentümer ein großes (Mehrfamilien-) Haus verkaufen wollen, landet es oft bei Firmen, die es rein gewerblich / spekulativ / profitorientiert verwenden. Das heißt sie sanieren es und verkaufen es dann teurer weiter oder erhöhen die Miete deutlich. Eventuell müssen die bisherigen Mieter*innen sogar ausziehen. Andererseits können sich die Mieter oder Interessentengruppen oft nicht schnell genug formieren und die Finanzierung aufstellen.

Besitzer können ihr Gebäude aber auch sozialverträglich an eine gemeinwohl-orientierte Immobilienagentur veräußern.

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Cohousing – wenn Menschen gemeinschaftlich wohnen und leben

Viele Menschen träumen vom gemeinschaftlichen Wohnen, über Generationen und Milieus hinweg. Eine Stern-Fotografin dokumentiert, wie sehr dabei um Harmonie gerungen werden muss. Der STERN hat am 22.01.2024 eine Fotostory dazu veröffentlicht, jedoch nur für Abonnenten:

www.stern.de/lifestyle/cohousing–fotografin-zeigt–wie-gemeinschaftliches-wohnen-aussieht-34371058.html

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